In den Ferien auf den Kanaren bin ich einem Arzt begegnet, der auf der anderen Seite des Eisernen Vorhangs seine Ausbildung in therapeutischer und chinesischer Medizin absolviert hat und der für mich in bemerkenswerter Weise moderne medizinische Forschung und Wissen mit ganzheitlichen Ansätzen und Verständnis kombiniert, die in meiner westlichen Erfahrung oft parallel laufen, aber selten integriert sind.
Er geht davon aus, dass eine klar erkannte Ursachenkette, die hinter einem Symptom liegt wie bei meinem verunfallten Bein und eine logisch und systematisch durchgeführte Behandlung zum Erfolg führen. Dies entspricht meiner Erfahrung der letzten 14 Tage, die mir einen neuen Blick auf die Möglichkeiten der modernen Medizin eröffnet hat, zusammen mit Fragen nach unserem Gesundheitssystem, das für solch intensive, integrierte Behandlungen keinen Raum lässt.
Das gesundheitliche Problem, das wir in der folgenden Beschreibung angegangen sind, ist der Befall durch Bakterien, die bei der Erst-OP des verunfallten Beines aufgetreten sind. Diese Bakterien haben in der Folge zu einer chronischen Entzündung des gebrochenen Knies geführt, die Knochen und das Gewebe angegriffen und den Darm und die Blutbahnen mit Abfall aufgefüllt.
Verfahren
Ausgangspunkt aus meinem Verständnis ist das Wissen und die Erfahrung, dass der Körper das Programm abgespeichert hat, wie er Strukturen aufbaut und repariert, wenn er die dazu notwendigen Informationen, Substanzen und Freiräume hat. Diese Freiräume werden im Laufe des Lebens durch Ablagerungen in den Systemen des Körpers (Organe, Gefäße, Muskeln, Nerven) eingeschränkt bzw. blockiert. Damit kommt es entsprechend auch zu einem Mangel der notwendigen Substanzen
Ein wichtiger Ausgangspunkt ist die Funktionsfähigkeit des Darms und der Nieren, die die Schlacken abtransportieren müssen. Der Darm ist das größte Immunsystem des Körpers. Ablagerungen an den Darmwänden schränken die Peristaltik ein. Von daher ist die Darmsanierung ein notwendiger und zentraler Bereich der Behandlung
Über elektrische Strömungen werden solche Ablagerungen biochemisch zersetzt und über Ultraschallwellen zerschlagen. Gleichzeitig werden die Blutbahnen, die den Darm versorgen, von Schlacken befreit, um die Peristaltik zu aktivieren. Die Bestrahlung mit einer induktiven Sonde des unteren Nervs, der für das Sigma verantwortlich ist und des oberen Nervs stärkt die Darmmuskulatur und Peristaltik
Über hohe Zugaben an Wasser (bis 10 l am Tag) werden Parasiten und eingetrocknete Ablagerungen, die z.T. schon versteinert sind, 16 bis zu 30 mal aufgebläht, wenn nötig mechanisch gelöst und über diverse Einläufe und medikamentöse Unterstützung des Darms und, wenn nötig, Magens (Mineralien, Enzyme, Elektrolyte, chemische Substanzen) ausgeschieden.
Ein weiteres wesentliches Element ist die Rekanalisation der Blutbahnen und des lymphatischen Systems. Größere Teile der Plaquen werden über die Lymphe (extrazelluläre Zwischenräume in und zwischen den Muskeln) und den Darm, kleinere über die Blutbahnen und die Niere ausgeschieden. Also müssen diese Bahnen entsprechend von Plaquen innerhalb der Bahnen, aber auch im muskulären System gesäubert werden.
Die Plaquen haben einen unterschiedliche Zusammensetzung und Konsistenz. Die Verfahren werden entsprechend variiert.
Das grundsätzliche Verfahren ist wie oben der Einsatz von Elektrotherapie, um biochemisch Verklebungen aufzulösen und von Ultraschall und Laser, um Verkrustungen und Versteinerungen zu zertrümmern, z.T. in Kombination der Geräte, wobei großflächig und tiefenwirksam arbeitende Aufsätze je nach Dichte der Plaquen eingesetzt werden. Wärmebehandlung unterstützt die Auflösung, ebenso wie spezifisch eingesetzte Medikamente und Salben.
Ein hochpotentes Massagegerät unterstützt dabei den Abtransport der Plaquen in den Muskeln und ein Kurzwellengerät den Abtransport aus Gefäßen und Lymphbahnen. Das Kurzwellengerät aktiviert das elektrische Feld, reißt die Plaquen auseinander, verwandelt die Moleküle in Ionen und transportiert sie ab. Ein zusätzliches Pressogerät drückt von den Füßen zu den Hüften hoch die Ablagerungen nach oben und beschleunigt damit den Transport nach außen.
Bei der Auflösung der kristallisierten Plaquen setzen die Kristalle im Ultraschallgerät Hitze frei, was zu einem starken Brennen führen kann. Deswegen werden die Aufsätze je nach Schmerztoleranz modifiziert. Die Präzision des Ultraschallgeräts erlaubt dabei eine exakte Analyse der blockierten Stellen
Das ganze Verfahren wird weiterhin über Urin- und Blutanalysen gesteuert, um den Körper bei der massiven Leistung des Abtransports zu unterstützen und Nebenwirkungen zu reduzieren. Je nach Bedarf werden die entsprechenden Medikamente zugesetzt. Eine hohe Aufnahme an Wasser ist dabei wesentlich.
Ein drittes wesentliches Element ist die Regenerierung der Knochenbildung an Hüften und Knien. Über Spritzen mit antibiotischen und ant-inflammtorischen Substanzen an den Stellen, die über das Ultraschallgerät exakt definiert werden können, werden die Entzündungsherde aufgelöst. Um zu verhindern, dass die Bakterien neue anzetteln, wird der Prozess durch orale Antibiotika unterstützt.
Wenn der Darm blockiert ist, scheidet er Stoffe aus, die zu einer Erosion der Hüften führen, zur Arthrose. Eine Sanierung des Darms und der Blutbahnen versorgt den Knochen wieder angemessen mit den notwendigen Substanzen und hat in sich einen regenerativen Effekt.
Nach demselben Verfahren wie bei der Rekanalisation werden die Ablagerungen an Hüften und Knien zersetzt und abtransportiert. Die Bestrahlung mit dem Kurzwellengerät aktiviert das elektrische Feld, zieht die Infektionsherde auseinander und transportiert den bakteriellen Abfall ab. Die Bestrahlung mit einem hochfrequenten Magnetfeld fördert zusätzlich die Neustrukturierung der Moleküle im magnetischen Feld.
Die Zusammenhänge sind komplizierter als ich das hier darstellen kann, vor allem bei den biochemischen, elektrolytischen und physikalischen Abläufen. Für das Grundverständnis; hoffe ich, reicht es.
Weiteres Verfahren
Nach den ersten 14 Tagen dieser intensiven Arbeit braucht der Körper erfahrungsgemäß zwei Monate, um die neuen Informationen zu integrieren und umzusetzen. Diese Phase wird medikamentös begleitet, um die notwendige weitere Entschlackung zu fördern. Nach dieser Zeit ist eine fünftägige Überprüf- und Vertiefungsphase notwendig, um die Gesundung aufrecht zu erhalten und zu vertiefen.
Dieser Rhythmus wird so lange wiederholt, bis alle Systeme plaquenfrei sind und das Gehirn die Information eines voll funktionierenden Ineinandergreifens der beteiligten Systeme als Gesundheit abgespeichert hat und damit von sich aus erhalten kann. Dies ist eine grundsätzlich andere Betrachtungsweise als die Überprüfung des altersgemäßen Abbaus, der mir aus unserem System als Richtschnur vertraut ist.
Ohne Zweifel spielen hier ökonomische Gesichtspunkte eine Rolle bei der Frage, wie weit vorhandenes medizinisches Wissen für die Gesundheit eingesetzt wird, besonders auch für langlebige Gesundheit.
In den Gesprächen mit diesem Arzt wurde mir deutlich, dass der kalte Krieg die amerikanische und russische medizinische Forschung stark vorangetrieben hat. Nach seiner Ansicht liegt Europa ca. 30 Jahre hinter Russland und Amerika zurück. Das müsste aber nicht so sein, wenn es nicht handfeste wirtschaftliche Interessen in Deutschland gäbe, lieber künstliche Gelenke einzusetzen, obwohl Hüften und Gelenke noch leicht mit den vorhandenen medizinischen Mitteln geheilt werden könnten. In Deutschland finden 220,000 OPs/Jahr statt, in Russland nur 70000. Solche Operationen sind für alle Beteiligten lukrativer als eine zeitlich aufwendige nicht-invasive Behandlung, die längerfristig Gesundheit garantiert.