Sylvesterbräuche
Mit Knallern und Böllern schlagen Sie das Böse um Mitternacht in die Flucht.
Arbeiten verboten!
Unsere Vorfahren waren davon überzeugt, dass sich die Sonne auf einem Rad um die Erde drehen würde und zur Wintersonnenwende würde das Rad stillstehen. Deshalb sollte auch auf der Erde alles stillstehen. Es durfte nicht gesponnen, gemahlen oder gewaschen werden. Schließlich wollte man die Götter nicht verärgern.
Vor allen Dingen: Wäsche waschen verboten!
Einer Legende nach treiben Wotan und sein Teufelsheer ihr Unwesen in der Silvesternacht. Sie verbreiten Angst und Schrecken. Wild und ungezügelt reiten sie in ein neues Jahr. Wotan wäre schrecklich verärgert, wenn er auf seinem Teufelsritt in Wäscheleinen hängen bleiben würde. Tun Sie sich also den Gefallen und waschen Sie in dieser Zeit nicht, sonst bekommen Sie Wotans Zorn zu spüren!
In der chinesischen Welt werden bis heute unzählige Neujahrsriten gepflegt:
Nach alter Tradition muss z.B. vor Beginn des Neujahrsfestes das Haus mit Bambuszweigen, gründlich geputzt werden. Sie sollen die bösen Geister vertreiben. Vorsicht: Tun Sie das nicht während der Neujahrstage, sonst würde man Gefahr laufen, das Glück zur Tür hinauszukehren. Gleichzeitig führen die Chinesen im Haus eine Rundum-Erneuerung durch von der Bettwäsche bis zur Kleidung. Das Haus wird mit roten Papierstreifen und goldenen Glückszeichen dekoriert: Schriftzeichen, Schutzgottheiten, Frühlingsmotive, Blumen, Landschaften usw., die auch als Bildchen verschenkt werden können.
Schornsteinfeger als Glücksboten
Streifen Sie etwas Russ von seiner Kleidung oder noch besser: Brechen Sie drei Stückchen von seinem Besen ab und das Glück wird auf Ihrer Seite sein. Ganz andere Variante: Wenn Sie einen Schornsteinfeger sehen, halten Sie sofort Ausschau nach einem Mann mit Brille. Das bringt doppelt Glück!
Eine Stunde vor Mitternacht werden alle Fenster geöffnet, um das neue Jahr hereinzulassen.
Kinder und Unverheiratete erhalten Geldbeträge in kleinen roten Tüten mit Glückssymbolen. In einigen Regionen werfen Unverheiratete auch Mandarinen ins Meer, um gute Ehepartner zu finden. Früher taten dies vorwiegend junge Frauen, die ihren Namen auf die Mandarinen schrieben, in der Hoffnung, einer der wartenden unverheirateten Fischer würde diese finden und sich auf die Suche nach ihnen machen._
Egal ob in Chile, Italien oder Spanien, die Frauen dort versuchen ihr Glück auf eine ganz bestimmte Art und Weise zu beschwören. Sie tragen am Silvester- und Neujahrstag rote Dessous!_
Die Argentinier verfolgen eine besondere Tradition sich alter Sachen zu entledigen. Sie schreddern am letzten Tag im Jahr alle alten Unterlagen und Papiere und kippen diese gegen Mittag aus den Fenstern. Den ganzen Tag rieseln Papierschnitzelchen wie Schneeflocken aus den Fenstern der Hochhäuser in der Hauptstadt. Ein unglaublicher Anblick!
